Oktober 18, 2020

Ich kleb Dir einen! – Der lange Weg zur Hand, die Wartezeit und der Countdown für den Fuß

Der Horror hat ein Gesicht!

Mahlzeit!

Es geht weiter und ich musste mich teilweise echt überwinden mich immer wieder dran zu setzen und neue Dinge auszuprobieren, weil die ursprünglichen Pläne nicht funktioniert haben. So ist das und ich glaube jeder bekommt irgendwann man ein Tief.

Show must go on!

Aber hilft alles nichts, weitermachen ist die Devise. 😉

Jeder kann sich bestimmt an die Hand erinnern, welche ich nun „fachmännisch“ verhunzt habe. Hofft für mich mit, dass das in der Gesamtsicht nicht zu stark auffallen wird.

Mühsam die Mitte ausgeschnitten.

Als erstes musste ich die Mitte entfernen. Anfangs versuchte ich noch das ursprüngliche Modell abzuändern und direkt die Mitte zu entfernen, um diesen Teil später einzeln zu drucken. Dank J. Ro bekam ich dabei direkt Schützenhilfe. Es half aber alles nichts und am Ende musste ich irgendwie mit Fusion360 klar kommen, vielen Dank an Hans G. und Patrick S. für die Hilfe, ohne die ich heute noch immer weinend vor Fusion sitzen würde.

Nachdem dies erledigt war, schnappte ich mir ein Multifunktionsgerät von Bosch und schnitt die Mitte aus. Klappte besser als geplant und war nicht SO schief wie erst gedacht. Am Ende noch kurz geschliffen und next Step.

Bevor es ans lackieren ging, habe ich die Hand noch mit Epoxy geglättet. Davon gibt es leider keine Bilder, sorry.

gefüllert, geschliffen und bereits für den Anstrich

Ich kann nicht genug betonen, wie ätzend so ein Abkleben ist. Dann hält das Krepp nicht, ist schief, man kommt nicht richtig um die Ecken rum, etc. Am Ende hat es endlich doch geklappt. Zumindest zu 90 Prozent. Mir ist währenddessen aufgefallen, das ich keinen richtigen Spachtel mehr hatte für die Naht. Ich hoffte das es trotzdem geht, aber leider sieht man die Naht noch immer.

Mit einer Schürze klebt es sich schneller

Nachdem der Körper bemalt war, bekam die Hand ein Schürzchen, um den inneren Rahmen besprühen zu können.

Sieht auf dem Bild schlimmer aus, als es ist.

50 Prozent sind fertig. Die untere Seite ist in einem schönen Rot und die Mitte in entsprechendem Grau. Auf dem Foto ist das rot deutlich heller, als es wirklich ist. Mein Rot ist RAL 3008. Googelt mal, dann werdet Ihr wissen was ich meine.

Ich hatte mit dem Epoxy nicht ganz sauber gearbeitet. Dadurch sind, zwar wirklich glatte, kleine Erhebungen entstanden. Auf den ersten Blick unschön, fällt aber im gesamten wenig auf.

LACKTOURETTE INCOMING!

Gekotzt ist gar kein Ausdruck

Golddose, oh Golddose, wie sehr habe ich geflucht.

Ich war total happy, das ich im Keller noch eine ältere Golddose gefunden hatte. Somit brauchte ich mir vorerst keine zu kaufen. Aber wer sparen will, zahlt manchmal drauf.

Während des Sprühens ist scheinbar irgendwie der Sprühkopf ins Jenseits gehüpft. Anders kann ich es mir nicht erklären. Statt eines schönen Nebels kam dann nur noch ein Strahl raus. Vor Schreck habe ich die Dose weggeworfen, die den Karton, als meine Lackierbox, getroffen hatte und damit kippte das Modell. Sowas nenne ich Murphys Law und hatte direkt einen Anflug von Kreativität in Sachen Schimpfwörter, Beleidigungen und Flüche.

Hätte schlimmer sein können.

Zwar sieht man es noch immer und ganz kaschieren konnte ich es nun nicht, aber was soll es. Vielleicht lasse ich einzelne Teile nochmal als „used look“ überarbeiten. Dann fällt es nicht mehr auf.

Fingeränderung!

Das Theraband erwies sich als sehr Dickköpfig, wenn es darum ging, das Gelb in Schwarz zu ändern. Da hielt nicht wirklich etwas drauf. Edding, Buntstift, Kugelschreiber, Sprühlack oder 36 Std. in einer Farblauge brachten nichts. Entweder nahm das Gummi, oder Latex?, die Farbe nicht an oder es hielt, aber beim ersten auseinander ziehen splitterte die Farbe wieder ab. Daher habe ich das Theraband nochmals in Schwarz bestellt.

In Schwarz gefällt mir das um einiges besser

Der Zusammenbau wollte einige Zeit auch nicht so recht klappen. Ich wunderte mich andauernd, warum das Theraband bei den Gelenken bricht. Keine Ahnung wie oft ich schon die Gummibänder erneuert oder verstärkt habe. Immer war das gleiche Problem.

Diese Löcher waren an der Tagesordnung

Ich ging erst davon aus, das ich oben das Band zu eng geklebt habe und wegen der Spannung das Band immer gerissen ist. Nach ca 4 Tagen und massig Neuversuchen kam ich auf die Lösung. Es war nicht das Band, sondern der Kleber! Ich nutze einen flexiblen Gummikleber. Der klebt wie Sau und wenn man nicht aufpasst sogar die Finger. Auch trocknet der Kleber extrem schnell. Scheinbar passiert aber irgendetwas mit dem Gummi. Wenn ich das Gelenk dehne, kurz nach dem kleben, reißt das Gummi immer. Lasse ich aber den Finger einen Tag liegen und biege die Finger dann, bleibt das Gummi flexibel und reißt nicht.

Daher wird es leider noch ein paar Tage dauern, bis die Hand wirklich fertig ist.

Es werde Licht!

Aber in der Zeit kann ich mal endlich an die Beleuchtung machen.

Die Mitte ist eingesetzt und geklebt. Damit habe ich hinten genug Platz, um ein LED-Strip anzubringen. Hier habe ich mich für eine China Variante entschieden, wo ich eine Anleitung im Netz gefunden habe, diesen mit einem Raspberry Pi zu verbinden und per Sprachbefehl die Farbe zu ändern.

Keine Ahnung was für eine Spielerei ich mir da noch einfallen lasse. Aber ich glaube es wird etwas wie einen „normalen Modus“ und „Angriffsmodus“ geben. Sowas stelle ich in der Prio aber vorerst nach hinten.

Der erste Finger ist dran – ein Schelm wer da jetzt komische Sachen denkt. 😉

Das Theraband nutze ich auch, um die Finger an der Hand zu befestigen. Das Band bietet entsprechende Flexibilität, das ich später die Finger noch weiter bewegen kann. Nach jedem befestigen, werde ich vorsichtshalber einen Tag warten, bevor ich weitermache. Da lasse ich mir lieber länger Zeit, bevor ich da nochmal ran muss.

Der Finger hält und sieht in dieser Position nicht mehr ganz so komisch aus.

Nach dem ersten Zugtest, fnktioniert das ganz sogar richtig gut. Ich hoffe es hält auch eine längere Zeit. Der Vorteil bei dem Gummiband ist das schnelle Wechseln. Sollte es irgendwo reißen oder sich lösen, kann man die Stelle schnell reparieren, ohne dabei groß was auseinander bauen zu müssen.

Biegetest

Zwischenstand zum Fuß

Ich hatte in einem vorherigen Blog erwähnt, das ich die Hand am liebsten Zeitgleich mit dem Fuß fertig hätte. Das könnte sogar klappen. Der Druck ist in den letzten Zügen und in knapp 18 Stunden sind dann alle 23 Teile des linken Fußes fertig gedruckt. Ihr könnt also gespannt sein, da unter der Woche auf jeden fall nochmal was nachkommen wird.

Mit der Bearbeitung von 2 Teilen habe ich auch angefangen, damit ich die nicht nochmal Drucken muss. Diesmal war im aber im Baumarkt und habe einen 2K-Kunststoffspachtel gekauft. Boah… das Zeug stinkt ganz schön.

Die Spachtelmasse sieht nicht schön aus und stinkt gewaltig.
Zur Erinnerung: Die ersten Teile
Zur Erinnerung: Na? Wie groß wirst Du wohl werden?

Also, danke fürs lesen des diesmal SEHR SEHR langen Blogs. Ich hoffe ich konnte Dich gut über das Projekt und den bisherigen Stand informieren.

Wir lesen und zum nächsten Blogeintrag in Kürze!


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